Waldexkursion der Grünen Liste
Schriesheim: Exkursion der Grünen Liste in den Wald
Mit einfachen Worten schwierige Sachen erklärt
"Kann das Tier fliegen? Ist es groß? Hat es ein Geweih?". Und immer lautet die Antwort "Nein". Etwas ratlos steht die kleine Gruppe von Erwachsenen mitten im Wald. Alle tragen auf dem Rücken ein Schild mit dem Bildnis eines heimischen Waldbewohners, den es zu erraten gilt. Und das ist alles andere als einfach. Sind doch nur die Antworten ja oder nein erlaubt. Doch den Kindern macht es eine riesige Freude, wenn sie sehen, welche Schwierigkeiten sogar die sonst allwissenden "Großen" haben.
Die Grüne Liste hat zu dieser Erkundungstour durch den Lebensraum Wald eingeladen. Die Teilnehmer treffen sich am Treffpunkt Bushaltestelle "Weites Tal".
Ausgerüstet mit reichlich Handwerkszeug zum Bestimmen von Blättern und Pflanzen sowie mit kleinen Behältnissen für Krabbeltiere, denen nach eingehender Untersuchung wieder die Freiheit geschenkt wird, macht sich die Gruppe Kinder und deren Begleiter unter der wissenschaftlichen Führung der Zoo- und Waldpädagogin Adrianne Deickert auf den Weg durch den Wald Richtung Naturfreundehaus.
Auf ihrer Exkursion erfahren die Kinder, aber auch ihre Begleiter, viel über den Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen, die ein großes Gefüge bilden und sich anpassen. Einige gedeihen nur im Schatten der Bäume, andere brauchen Baumhöhlen als Verstecke, wieder andere benötigen Eicheln, Bucheckern oder Fichtensamen als Nahrung.
Die Teilnehmer erfahren aber auch Einiges über die Bedeutung des Waldes für den Wasserhaushalt - und, dass die Wälder komplexe Ökosysteme sind. "Wie lebt ein Baum? Welche Baumarten gibt es? Wer lebt im Wald? Wie wichtig ist der Wald?" Mit einer Fülle interessanter Informationen gibt Deickert Antworten.
Die Teilnehmer sammeln Blätter, bestimmen sie und legen sie in einen vorbereiteten Ordner ab, den sie mit nach Hause nehmen dürfen. Auf dieser spannenden Entdeckung fertigen sie Rinden-Abdrücke auf Butterbrotpapier an und lassen sogar Holz zum Klingen bringen.
Am Ende der Exkursion bekommt jeder einen Wollknäuel. Das eine Ende behält er in Händen, während er den Ball einem anderen zuwirft. So entsteht ein kunstvolles Netz, in dem alle miteinander verbunden sind. "Das ist unser Ökosystem: Wir alle sind darin integriert", erklärt die Pädagogin mit einfachen Worten den komplizierten Sachverhalt.
Mannheimer Morgen
10. Juli 2009





























