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RNZ 07. November 2009

In Sachen Sicherheit läuft hier nicht alles rund

Grüne wollen mit besseren Markierungen den Schutz für Fußgänger am Passein Kreisverkehr erhöhen

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Der Kreisel an der Passein muss sicherer für Fußgänger werden. Das fordert die Grüne Liste und macht konkrete Vorschläge, wie das bewerkstelligt werden könnte.

An den drei vom Verkehr besonders stark genutzten Zufahrten zum Kreisel gibt es Furten mit gepflasterten Fußgängerinseln in der Mitte. Diese würden vom motorisierten Verkehr allerdings kaum wahrgenommen. Hier fehle es an auffälligen Markierungen, meinen die Grünen. Sie plädieren für aufgezeichnete, weiße Leitlinien an den drei Furten, die nicht nur den kürzesten Weg über die Straße weisen, sondern auch die Aufmerksamkeit der Autofahrer erhöhen sollen. Denkbar wäre auch, das Gefahrzeichen „Kinder“ vor den Furten auf die Fahrbahn zumalen. Dieses Piktogramm existiert als Verkehrszeichen mit der Nummer 136. Zudem könnte man die Fußgänger durch gelbe „Fußstapfen“ auf dem Gehweg zu den gesicherten Überwegen lenken. Schließlich ist es hier immer noch am ungefährlichsten, über die Straße zu gehen.

Zuletzt schlagen die Grünen vor, die drei Verkehrsinseln in den Mitten der Fahrbahnen etwas üppiger und farbiger zu bepflanzen. Etwas Grün gibt es hier zwar schon, aber eben nur unauffälliges.

Gerade auch für Sehbehinderte wären schließlich Rillensteine an den Grenzen der Gehwege und der Verkehrsinseln ein Sicherheitsplus, meinten Dr. Barbara Schenk-Zitsch, Fadime Tuncer, Andreas Venninger und Fahrschulchef Wolfgang Fremgen beim Termin vor Ort.

Ein Kreisverkehr sei zwar immer gut, weil er das Tempo herausnimmt, sagte Fremgen: „Aber keine Orientierung ohne Markierung“, so der Experte. Also müsse man am Kreisel auch etwas für die Optik tun. Gerade auch, um die Fußgänger zu schützen. Wenn diese im Straßenverkehr verunglückten, dann in 80 Prozent der Fälle beim Überqueren der Fahrbahn. Dabei ist ein Drittel von ihnen unter 15 Jahren. Damit ist auch klar, um wen es den Grünen in erster Linie geht: um Schüler auf ihrem Weg ins Schulzentrum. Aber auch Mobilitätsbehinderte und Eltern mit Kinderwagen sollen von den neuen Sicherheitsvorkehrungen profitieren.

Erstmals kam der Passein-Kreisel, der nicht nur nach Fremgens Meinung „zu eng“ geraten ist, bei der Veranstaltung „Sichere Schulwege“ Anfang des Jahres zur Sprache. Schon hier äußerten die Eltern, dass es ihnen an Markierungen fehlt und berichteten von vielen Situationen, in denen es beinahe zum Unfall kam. Jetzt soll Abhilfe geschaffen werden. Noch im November sollen der Kreisel sowie auch der von den Grünen geforderte Zebrastreifen an der Kreuzung Schönauer und Talstraße Themen der nächsten Verkehrstagfahrt sein. Das ist ein Vor-Ort-Termin, bei dem sich die für den Straßenverkehr Verantwortlichen aus Stadt und Kreis problematische Gebiete oder unfallträchtige Stellen anschauen.

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