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MM 20. März 2010

Das Klima sucht Schutz auch in der eigenen Stadt

Grüne starten Aktionsjahr / Tübingens OB Boris Palmer kommt zur Auftaktveranstaltung am kommenden Dienstag, 23. März

Von Beate Stumpf

„Auch Schriesheim hat die Potenziale, eine Energie-Stadt zu werden“, sagen Fadime Tuncer, Wolfgang Fremgen und Christian Wolf. „Wir informieren, wie das gehen kann und motivieren, sich dafür einzusetzen. “Die Grünen in der Weinstadt starten deshalb mit einem ambitionierten Projekt: „Klima sucht Schutz – auch in Schriesheim.“

Die örtlichen Grünen beteiligen sich damit an einer bundesweiten Kampagne, die in Schriesheim mit fünf Aktionen über das Jahr verteilt greifen soll. Für die Eröffnungsveranstaltung am Dienstag, 23. März, haben die Grünen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer gewinnen können. „Darauf sind wir schon stolz“, betont Wolf.

„Wir zeigen in diesen praxisbezogenen Veranstaltungen, dass jeder Bürger mit kleinen Maßnahmen seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann und dass Ökologie und Ökonomie sich dabei nicht ausschließen“, erläutert Tuncer. Wenn es ums Klima schützen  gehe, so seien eben nicht nur Industrie, Handwerk und Unternehmen gefragt: „Energiekosten zu sparen, das ist heute für alle ein wichtiges Thema. Ressourcen schonendes Konsumverhalten ist nicht gleichbedeutend mit dem Verlust von Lebensqualität.“ Die momentan verwendeten Energieträger seien in ihren Vorräten aber begrenzt, die Verwendung regenerativer Energien noch viel zu gering: „Weltweit nur drei Prozent.“

Klimaschutz als Messlatte

Privatpersonen, Unternehmen, die Stadtverwaltung und der Gemeinderat der Stadt seien aufgerufen, bei jeder klimaschutzrelevanten Entscheidung zu prüfen, ob sie ökologischen Kriterien entspreche und Nachhaltigkeit garantiere. „Dieser Entscheidungsfindung, aber vor allen Dingen dem Klimaschutz durch einen geringeren CO2-Ausstoß auf lokaler Ebene, soll unsere Veranstaltungsreihe dienen.“

Die Grünen nannten als Beispiele Themen wie energetische Sanierungen, Kommunales Energie-Management oder ökologisch mobiles Verhalten. Hier wird etwa der Ausbau des ÖPNV, des Radwegenetzes oder das Car-Sharing-Projekt angesprochen. Denkbar sei auch eine Regelung für das gesamte Gemeindegebiet. „Da sind wir dann auch bei den Themen Photovoltaik und Solartechnik im Altstadtbereich oder der aktuellen energetischen Sanierung der Mehrzweckhalle“, meint Christian Wolf.

Überhaupt will der Fraktionsvorsitzende seiner Partei im Schriesheimer Gemeinderat, dass sich noch mehr als bisher städtische Aktivitäten mit Umweltschutz verzahnen. Ein positiver Nebeneffekt sei hier bestimmt auch eine Wirtschaftsförderung: Die Stärkung des Handwerks und der Dienstleister vor Ort.

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Aktionsjahr zum Klimaschutz: Das Programm in Schriesheim

  • Lesung mit dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, Dienstag, 23. März, 19.30 Uhr, Feuerwehrhaus. Palmer beschreibt seine Kampagne „Tübingen macht blau“.
  • Vortrag von Franz Alt, Donnerstag, 20. Mai, 20 Uhr: „Sonnige Aussichten – Wie Klimaschutz ein Gewinn für alle wird.“
  • Ökologische Stadtentwicklung und energetische Gebäudesanierung, Mittwoch, 30. Juni, 20 Uhr: Diskussion mit Kommunalpolitikern, Fachleuten der KLIBA und Schriesheimer Unternehmen.
  • Stromwechselparty: Dienstag, 27. Juli, 20 Uhr: Den Atomausstieg selber machen und den Stromanbieter wechseln: vor Ort via Internet.
  • „Ökologisch mobil“: Mittwoch, 22.September, 20 Uhr: Öffentlicher  Personennahverkehr und Radwegnetz, Car Sharing sowie Fahrtipps zur umweltschonenden Fahrweise.






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