MM 06. Oktober 2009
Schriesheim: Im Altenbacher Ortschaftsrat wurden gestern Abend ein Personalwechsel vollzogen und Ideen für die Schulhof-Gestaltung vorgestellt
Beinahe-Eklat und viel Engagement
Von unserem Redaktionsmitglied Konstantin Groß
Die Diskussion um den Ortsmittelpunkt lässt die Altenbacher nicht los. Ganz deutlich wird dies in der Ortschaftsratssitzung gestern Abend. Bei der Verabschiedung eines Mitgliedes, das im Zuge dieser Diskussion zurückgetreten ist, ist man dem Eklat nahe, während auf der anderen Seite im Teilbereich Schulhof ein Neuanfang erhofft werden kann.
„Lieber Lucky, es ist sehr schade, dass Du gehst“, verabschiedet Grünen-Fraktionschef Christian Wolf seinen Kollegen Dieter Lukhaup, der in der letzten Sitzung mit Pauken und Trompeten zurückgetreten ist.
„Als Lügner beschimpft“
Dessen Begründung wiederholt Wolf in seiner Laudatio: „Du bist als Lügner beschimpft worden, nur weil Du eine andere Meinung hast“, sagt Wolf und nennt auch Namen: FW-Stadtrat Dr. Herbert Kraus und Ortsvorsteher Alfred Burkhardt.
Getroffen habe Lukhaup, dass keiner seiner Kollegen ihn in Schutz genommen habe: „Du konntest und wolltest diesem Druck nicht mehr standhalten“, hat Wolf Verständnis, „aus Angst um Deine Gesundheit.“
Von Wolf gibt es zum Abschied eine freundschaftliche Umarmung, von seinen Kollegen keine Reaktion. Angesichts der Rede von Wolf unterbleibt jedwede Würdigung des fünfjährigen Wirkens von Lukhaup durch die anderen Fraktionen oder den Ortsvorsteher. Alfred Burkhardt verliest und überreicht lediglich die obligatorische Urkunde. Unmittelbar danach wird Lukhaups Nachfolgerin Sabine Stern verpflichtet.
Eltern erarbeiten Pläne
Inhaltlich geht es in Sachen Ortsmitte aber weiter. „Da die große Lösung nicht kommt, wollen wir zumindest im Schulhof etwas erreichen“, erläutert Elternbeiratssprecher Volker Neveling. Seine Kollegin Frauke Schulze-de Pichardo stellt die vom Gremium erarbeiteten Pläne vor.
Neben der Treppe zum Schulhaus wünschen sich die Eltern eine Mittelmast-Pyramide zum Klettern, 4,50 Meter hoch und von etwa 50 Kindern zu besteigen, durch Netze in mehreren Ebenen absolut sicher. Ebenso wie die Bolderwand, die zwischen Schule und Mehrzweckhalle ihren Platz finden könnte.
Der Clou jedoch sind etwa 1,50 Meter großen Spielgeräte in Form von Buchstaben, die das Wort Altenbach ergeben. „Sowas hat nur Stuttgart“, meint Frauke Schulze-de Pichardo nicht ohne Stolz. Die Kosten für all die Geräte betragen, das teilt die engagierte Elternvertreterin auf Frage von Dr. Kraus mit, 30 000 Euro.
„Und das sind Listenpreise, die noch verhandelbar sind“, ergänzt Burkhardt. Dr. Kraus, Wolf, Karl Reidinger (CDU) und Dieter Lucke (SPD) äußern sich ebenso positiv wie
Bürgermeister Hansjörg Höfer. Nun werden die Eltern-Vorschläge in einen Plan eingearbeitet, den der Ortschaftsrat nochmals beraten wird.





























