MTB 30. November 2011 Grüne Liste Schriesheim
Beschämend: Ökostrom scheitert an CDU und FW
Von Dr. Barbara Schenk-Zitsch
Selbstverständlich befürworten alle Gemeinderäte die Energiewende und natürlich halten alle Umweltschutz für wichtig, schließlich wurde gerade eine neue Umweltberaterin eingestellt und soeben einstimmig dem Antrag der Grünen Liste auf „Nachhaltige Beschaffung“ zugestimmt. Dann kann man doch „reinen Gewissens“ aus „rein finanziellen Erwägungen“ gegen den Bezug von Ökostrom stimmen, obwohl noch gar nicht feststeht, wie hoch die Preisdifferenz zu Atomstrom tatsächlich sein wird. (Alles oder) Nichts, war die Devise von CDU und Freien Wählern in der Gemeinderatssitzung vom 23.November, hatte man doch auch die Wahl, sich neben 100% für 75, 50 oder 25% Ökostromanteil zu entscheiden.
Wie können Verwaltung und Gemeinderat mit einer solch blamablen Entscheidung für die Bürger Schriesheims ihrer Vorbildfunktion gerecht werden? 0% Ökostrom für Schriesheim, ein Schlag ins Gesicht aller, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen. Ein Armutszeugnis, für das man sich schämen muss. Die gerade gefasste Entscheidung für „Nachhaltige Beschaffung“ wurde damit schon wieder ad absurdum geführt.
Kein Ökostrom bedeutet, Schriesheim ist einsames Schlusslicht bezüglich der Ökostromquote unter allen Umlandgemeinden! So werden Hemsbach und Dossenheim zukünftig 100% Ökostrom beziehen, Hirschberg 50%. Auch Ladenburg hält sich die Option für 50% Ökostrom offen.
Diese Gemeinden haben erkannt, dass es nicht ausreicht, die Energiewende wortreich zu vertreten und mit den bisherigen Errungenschaften zufrieden zu sein. Nicht nachhaltig zu wirtschaften ist nachweislich am teuersten. Dann nämlich tragen alleine unsere Kinder die Konsequenzen unserer Versäumnisse.
Jede Kommune, jeder Gemeinderat, alle- wenn sie wirklich hinter den Zielen der Energiewende stehen- sollten zukünftig ihren Worten auch Taten folgen lassen!






























