MTB 28. Juli 2010 Grüne Liste Schriesheim
Das neue Betreuungsangebot-ein Schritt in die richtige Richtung
Von Fadime Tuncer
Um den Betreuungsbedarf für unter dreijährige einigermaßen decken zu können, konnte die Stadt die AWO als Träger einer weiteren Einrichtung gewinnen. Der Gemeinderat hat einstimmig in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause sich für diesen Träger ausgesprochen. Neben Postillion und Purzelzwerg ist die AWO eine gute Ergänzung. Wir begrüßen hier sehr die Angebotsvielfalt in Bezug auf die Träger der Betreuungseinrichtungen für unter dreijährige.
An dieser Stelle möchten wir der Verwaltung danken, die trotz aller Schwierigkeiten und Hürden, sich für ein finanzierbares und umsetzbares Betreuungsangebot bemüht hat. Mit der AWO wurden die Weichen dafür gestellt.
Die Versorgungsquote kann je nach Ausweitung des Betreuungsangebots der AWO (zwei Krippengruppen und zwei betreute Spielgruppen) sich auf 30,2% erhöhen. Und das ist schon enorm. Nur eine dreigruppige Einrichtung, wie sie hier geplant ist, kann dem stets wachsenden Bedarf Rechnung tragen.
Die Kinderbetreuung ist eine wichtige Voraussetzung für eine gleichberechtigte Teilhabe von Müttern und Vätern am Erwerbsleben. Die Schaffung von zusätzlichen Krippenplätzen ist daher unabdingbar.
Die AWO bietet hier nicht nur ein attraktives Betreuungszeitfenster, darüber hinaus können die Kinder familienübergreifende Erfahrungen sammeln, sozial, motorisch und kognitiv gefördert werden, so dass den Kindern hier gute Entwicklungsmöglichkeiten gegeben werden. Das Angebot der AWO wird den Bedürfnissen der Kinder nach Zuwendung, Betreuung, Förderung und Erziehung gerecht.
Eigentlich sieht das sehr perfekt aus. Wie eine Fügung. Das lange suchen und ringen um das Betreuungsangebot zu befriedigen, wird nun mit der AWO belohnt.
Wir GRÜNE bedauern allerdings, dass es keinen direkten Zugang zum Außengelände gibt. Die Einrichtung befindet sich über der KSV, so dass das Außengelände nur über das Treppenhaus zu erreichen ist.
Der Vermieter erhält für seine Umbaumaßnahmen 360.000 Euro Landeszuschuss. Da hätten wir vom Vermieter noch mehr entgegenkommen bezüglich des Mietzinses erwartet. Der Mietzins liegt an der obersten Grenze des für Gewerbeimmobilien üblichen Mietzinses. Stattdessen wurde von Seitens des Vermieters herausgeholt, was herauszuholen ist.
Auch die unkonkretisierten Folgekosten bei Schließung der Einrichtung sehen wir kritisch, weil mit dieser Klausel auf die Stadt unkalkulierbare Kosten zu kommen können. Trotz allem ist die Schaffung von mehr Betreuungsangeboten und der Entscheidung für die AWO ein Schritt in die richtige Richtung.
Für die Fraktion der GRÜNEN LISTE
Fadime Tuncer






























