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Christian Wolf
Christian Wolf
MTB 27. Juli 2016 Grüne Liste Schriesheim

Windräder bei uns im Wald?

Von Christian Wolf

Wir sind der Meinung, dass auch im vom Wind nicht begünstigten Baden-Württemberg durchaus Windkraftanlagen gebaut werden sollen. Wenn wir die Windräder nur im Norden haben, bekommen wir den Strom nicht zu uns in den Süden – oder zumindest nur unter großen Schwierigkeiten und mit großer Landschaftszerstörung. Windkraft sollte eine eher dezentrale Energiequelle sein – auch um riesige Schneisen für Stromleitungen zu vermeiden.

Im Gemeinderat müssen wir über die für Windräder vorgesehenen Flächen auf unserer Gemarkung entscheiden. Sie sind Teil der im Nachbarschaftsverband (Heidelberg, Mannheim und Teile des Rhein-Neckar-Kreises) auszuweisenden „Konzentrationszonen“ für Windkraft. Wenn wir diese Zonen nicht festlegen würden, dann dürften nach Bundesgesetz im Prinzip – natürlich auch nach Prüfung vieler Kriterien - überall Windräder gebaut werden.

Dieses von der alten Landesregierung vorgegebene und von der neuen Landesregierung fortgeführte Verfahren ist daher grundsätzlich erst einmal positiv: Wir haben so deutlich bessere Einflussmöglichkeiten als wenn das Bundesgesetz greifen würde.

Nun sind im Nachbarschaftsverband mittlerweile aus anfänglich 17 Konzentrationszonen in der ganzen Region nur 4 – 5 übrig geblieben, u.a. 2 Flächen bei uns im Wald.Unser Wald aber hat eine wichtige Funktion als Naherholungsgebiet für die gesamte Region.

Unser Wald ist für unser Klima wichtig und in unserer sehr stark vom Menschen beanspruchten Region ein wichtiger Ausgleich für uns und für die Natur.

Deshalb haben wir größte Bedenken gegen den Bau von Windkraftanlagen im Wald!Und da sind wir uns einig mit den meisten der rund 5000 Bürgerinnen und Bürgern, die in der Bürgerbeteiligung Einwände bzw. ihre Vorstellungen für Windkraftstandorte formuliert haben. Die wichtigsten und häufigsten Forderungen waren:

  • Schutz der regionalen Natur und Landschaft
  • Schutz wichtiger Naherholungsgebiete
  • Wald schützen und stattdessen landwirtschaftliche Flächen nutzen
  • Bündelung in bereits vorbelasteten Teilräumen
  • Die Bürgerbeteiligung ist ein ganz zentrales Element in diesem Verfahren, und wir nehmen das sehr ernst.

Für die Grüne Liste gilt deshalb:

  • Der Wald ist für uns der schlechteste aller möglichen Standorte für Windräder. Und:

  • Wir wollen die Energiewende, aber wir wollen den Natur- und Landschaftsschutz dafür nicht aufgeben.

Im Gemeinderat ist die endgültige Entscheidung über unsere Waldstandorte vertagt worden. Die Auswirkungen auf den Wald und der notwendige Erschließungsaufwand sollen noch vertiefend untersucht werden. Diese Vorgehensweise ist zusammen mit den Nachbarkommunen Dossenheim und Hirschberg so abgesprochen.

 

 

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