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Dr. Barbara Schenk-Zitsch
Dr. Barbara Schenk-Zitsch

MTB 25. Mai 2011 Grüne Liste Schriesheim

Jugendsozialarbeit in Schriesheim - eine Stelle ist zu wenig

Von Dr. Barbara Schenk-Zitsch

In der Gemeinderatssitzung am 25. Mai wird über den Antrag der Grünen Liste entschieden, die Jugendsozialarbeiterin Nicola Klamer durch eine(n) Mitarbeiter(in) im Freiwilligen Sozialen Jahr zu unterstützen. Die Finanzierung der Stelle für ein Jahr (ca. € 9000) wird von der Kinder- und Jugendstiftung für Schriesheim, Altenbach und Ursenbach übernommen.

Im Januar 2011 stellte Nicola Klamer dem Gemeinderat die Konzeption der Jugendsozialarbeit für Schriesheim vor, in der sie mangelnde Akzeptanz von Seiten des Gemeinderates beklagte, die sich negativ auf ihre Arbeit auswirke, insbesondere beim Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zu den Jugendlichen. Die Betroffenheit war groß und alle Fraktionen bekundeten ihr ihre volle Akzeptanz.

Warum braucht Frau Klamer personelle Verstärkung?

„Aufgrund fehlender personeller und finanzieller Ressourcen kann das Aufgabengebiet z.B. der mobilen Jugendarbeit nur begrenzt durchgeführt werden.“

„Die personelle Situation muss berücksichtigt werden, wodurch notwendig erscheinende Arbeitsbereiche nur eingeschränkt durchgeführt werden können.“

Unsere Nachbarorte verfügen bereits über personelle Verstärkung: Dossenheim und Ladenburg leisten sich zwei Jugendsozialarbeiter, Edingen-Neckarhausen besetzt 1,5 Stellen, Heddesheim und Hirschberg je eine Stelle und einen Mitarbeiter im FSJ.

„Langfristig ist es wünschenswert, einen Pool von ehrenamtlichen Mitarbeitern oder Honorarkräften zu finden, um die Angebotsvielfalt weiter ausbauen zu können.“

Der(die) zusätzliche erwünschte Mitarbeiter(in) wird für sämtliche Angebotsplanungen und Angebote in der Jugendsozialarbeit benötigt: Begonnenes soll weitergeführt werden wie die Einzelfallhilfe, bei der mehr Zeit für das persönliche Gespräch mit Jugendlichen mit Problemen eingeplant werden kann,die mobile Jugendsozialarbeit kann ausgebaut werden, d.h. die Präsenz an Orten, an denen sich Jugendliche aufhalten, wird verstärkt.

Auch der Ausbau der Internetpräsenz, der Leseclub, die Lernbegleitung, der offene Treff, die Zusammenarbeit mit dem JGR, Vereinen, ASS, Schulen u.v.m. soll erfolgreich fortgeführt werden.

Frau Klamer könnte neue Ziele für Schriesheims Jugend ins Auge fassen und z.B. Angebote für Kinder ab acht Jahren anbieten.

Es erforderte viele Jahre politischer Überzeugungsarbeit, in Schriesheim die Stelle für die Jugendsozialarbeit überhaupt durchzusetzen: In großen Teilen des Gemeinderates herrschte früher die Ansicht, Schriesheim brauche "so etwas" nicht, Schriesheim habe ja seine Vereine.Erst 2002 gelang es Grüner Liste und SPD nach vielen Jahren der Ablehnung ihrer Anträge zum ersten Mal mit Frau Michelmann eine Halbtagstelle in der Jugendsozialarbeit zu etablieren. Die zweite Jugendsozialarbeiterin Jana Burwitz erhielt 2006 eine befristete Vollzeitstelle und Frau Klamer hat nun nach zwei Jahren Tätigkeit eine unbefristete Vollzeitstelle.

Zwei Mitarbeiter in der Jugendsozialarbeit in Schriesheim könnten weitere Schwerpunkte zum Wohl der Jugendlichen setzen und durch eine größere Öffentlichkeitswirkung die Akzeptanz für die Jugendsozialarbeit erhöhen. Wir denken, dass die für ein Jahr „geschenkte“ Stelle eines Mitarbeiters im Freiwilligen Sozialen Jahr breite Zustimmung im Gemeinderat erfährt.

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