MTB 23. Dezember 2009 Grüne Liste Schriesheim
Weihnachtsfabel
Von Dr. Barbara Schenk-Zitsch
Die Tiere diskutierten einmal über Weihnachten und stritten darüber, was wohl die Hauptsache an Weihnachten sei. „Gänsebraten,“ sagte der Fuchs, „was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten.“ „Schnee,“ schwärmte der Eisbär verzückt, „viel Schnee!“ Das Reh meinte: “Ich brauche einen Tannenbaum, sonst kann ich nicht Weihnachten feiern.“ „Aber nicht so viele Kerzen,“ heulte die Eule, „schön schummrig und gemütlich muss es sein, Stimmung ist die Hauptsache.“ „Aber mein neues Kleid muss man sehen,“ betonte der Pfau, „wenn ich kein neues Kleid kriege, ist das für mich kein Weihnachten!“ „Und Schmuck“, krächzte die Elster, „das ist für mich das Allerschönste an Weihnachten.“ „Aber bitte nicht den Stollen vergessen,“ brummte der Bär, „wenn es keine Süßigkeiten gibt, ist das für mich kein richtiges Weihnachten.“ „Mach es wie ich,“ bemerkte der Dachs, „Weihnachten heißt für mich: Mal richtig schlafen, schlafen, schlafen.“ „Und saufen,“ ergänzte der Ochse, „mal richtig einen draufmachen!“- aber dann schrie er, denn der Esel hatte ihm einen Tritt versetzt. „Du, Ochse, denkst du überhaupt nicht an das Kind?“ Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte leise: „Das Kind, ja, das Kind , das ist doch die Hauptsache.“- „Übrigens,“ fragte er den Esel:„Wissen das eigentlich auch die Menschen?“





























