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Wolfgang Fremgen
Wolfgang Fremgen

MTB 23. Februar 2011 Bündnis 90/Die Grünen

Stuttgart 21 geht uns alle an!

Von Wolfgang Fremgen

Laut letzten Meinungsumfragen spielt die Diskussion um die Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs für die Wahlentscheidung bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 27. März  für viele Wählerinnen und Wähler mittlerweile eine zunehmend geringere Rolle. Umso wichtiger ist es, die Bürgerinnen und Bürger über die Sachargumente pro und contra Stuttgart 21 und über die Auswirkungen auf unsere Region zu informieren.

Die Befürworter von Stuttgart 21 behaupten:
  • „Stuttgart 21 ist ein Bahnprojekt“

Tatsächlich ist Stuttgart 21 ein Immobilienprojekt. Der hervorragend funktionierende Bahnhof soll dafür abgerissen und durch einen horrend teuren, von den Steuerzahlern zu bezahlenden Tunnelbahnhof mit begrenzter Leistungsfähigkeit, schlechten Zugverbindungen und mangelhafter Sicherheit ersetzt werden.

  • „Stuttgart 21 ist demokratisch legitimiert“

Formal gesehen ist das richtig. Die „Zustimmung“ der parlamentarischen Gremien beruht jedoch auf falschen Kostenangaben durch die Bahn.

  • „Der Protest kommt zu spät“

Der Protest gegen S21 formierte sich bereits 1994 und wurde seither immer lauter. Eine Mitbestimmung von Bürgern wurde jedoch von Anfang an gezielt verhindert.

  • „Stuttgart 21 ist unumkehrbar“

Baden-Württemberg kann problemlos aus dem Projekt aussteigen. Es fehlt allein der politische Wille. Das leistungsfähigere, sicherere Alternativprojekt K21 kostet auch unter Berücksichtigung der Ausstiegskosten deutlich weniger als S21.

Die Auswirkungen von S21 auf die Rhein-Neckar-Region

S21 kostet zig Milliarden Euro, die für andere, wichtigere Bahnprojekte fehlen werden. In Heidelberg und der Metropolregion betrifft dies z.B.

  • den Ausbau des Mannheimer Hauptbahnhofs sowie der Strecke Mannheim – Heidelberg (nächste Stufe des S-Bahn-Ausbaus),
  • den Lückenschluss der Schnellbahnstrecke Frankfurt – Mannheim,
  • den laufenden Betrieb. Kostensteigerungen bei S21 können zur Ausdünnung der Verbindungen zwischen Heidelberg und Stuttgart führen.
Stoppen Sie mit uns Stuttgart 21!

Unterstützen Sie Demonstrationen und Protestveranstaltungen, informieren Sie Freunde und Bekannte. Die Grünen in Baden-Württemberg sind dafür, dass zunächst alle Fakten zu Stuttgart 21 auf den Tisch kommen und es dann zu einem Volksentscheid kommt. Nur dieser kann den Konflikt auf Dauer befrieden. Wählen Sie bei der Landtagswahl Bündnis 90/Die Grünen und helfen Sie so mit, dass CDU und FDP in der Opposition zur Besinnung kommen.


Weitere Informationen:


Protestfahrplan Heidelberg:

  • Samstag, 5. März 2011, 14.00 Uhr, Bismarckplatz Heidelberg: Aktionstag zum landesweiten Kein-Stuttgart-21-Tag

  • Samstag, 19. März 2011, 14.00 Uhr: Großdemonstration in Stuttgart, Hauptbahnhof Stuttgart

  • Sonntag, 27. März 2011: Landtagswahl und Abwahl der Regierung Mappus


Lieder der Bürgerbewegung zum Mitsingen: 

>>> Auf die Melodie von "I came from Alabama"

>>> Auf die Melodie von "Marina, Marina"


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