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Fadime Tuncer
Fadime Tuncer
Wolfgang Fremgen
Wolfgang Fremgen

MTB 17. März 2010 Grüne Liste Schriesheim

„Klima sucht Schutz in Schriesheim“ –  Teil 1: Eröffnungsveranstaltung mit dem Tübinger OB Boris Palmer

Von Fadime Tuncer und Wolfgang Fremgen

Ziel der Klimaschutzkampagne der Schriesheimer Grünen ist es, aufzuzeigen, wie es trotz des Scheiterns der Klimakonferenz in Kopenhagen jedem gelingen kann, im privaten häuslichen Umfeld durch vielfältige Maßnahmen zum lokalen Klimaschutz beizutragen. In mehreren Veranstaltungen soll außerdem diskutiert werden, was die Stadt Schriesheim kommunalpolitisch zu diesem Thema leisten kann. Zur Auftaktveranstaltung konnte der grüne Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer gewonnen werden, der das Thema “Klimaschutz“ auf seine grünen Fahne geschrieben hatte.  Im Jahr 2006 schaffte er eine politische Sensation und schlug die seitherige Amtsinhaberin im ersten Wahlgang der OB-Wahlen. In seinem 2009 erschienenen Buch „Eine Stadt macht blau“ beschreibt Palmer Hintergründe und Fakten seiner Kampagne „Tübingen macht blau“. Ziel dieser Kampagne ist es, bis zum Jahr 2020 70% der CO2-Emissionen Tübingens aus eigener Kraft einzusparen. Parteiübergreifend sollen alle Bürgerinnen und Bürger Tübingens motiviert werden, ihren Teil dazu beizutragen, etwas für den blauen Himmel über Tübingen zu tun.

Wie soll dieses Ziel erreicht werden? Eine breite Bürgerbewegung für den Klimaschutz in Tübingen soll durch ganz konkrete Maßnahmen der Stadtverwaltung in den drei Kernbereichen Gebäudesanierung, Strom und Verkehr motiviert werden, den CO2-Ausstoß zu minimieren und außerdem Kosten zu sparen. Durch eine Vielzahl individueller Entscheidungen der Bürgerinnen und Bürger Tübingens werden die städtischen Maßnahmen umgesetzt.

  • Die Menschen werden dazu animiert, sich für einen Ökostromtarif zu entscheiden, bei dem der Strom allein aus regenerativen Energien gewonnen wird.
  • Die Stadt Tübingen bietet ihren Bürgerinnen und Bürgern den Austausch energiefressender Heizungspumpen und Kühlschränke an.
  • Ein dichtes Netz von Haltestellen im ÖPNV Tübingens garantiert, dass so gut wie niemand mehr als 300m von der Wohnung zum Bus laufen muss. So schafft Tübingen Anreize, das Auto stehen zu lassen und wird so zum Spitzenreiter bei umweltfreundlicher Mobilität in Deutschland.
  • Abschaffung der konventionellen Glühbirne schon vor dem offiziellen Verbot.
  • Schaffung von Kaufanreizen für regionale Bioprodukte.
  • Investitionen der Tübinger Stadtwerke in neue Wasserkraftanlagen und Blockheizkraftwerke.
  • Durchführung von Kursen in energiesparender Fahrweise für alle städtischen Bediensteten.
  • Informationen über energetisch richtiges Abschalten von Elektrogeräten.

„Klimaschutz aus individueller Verantwortung wird nicht weniger wirksam sein als Verordnungen und Regierungskonferenzen.“ So beschreibt Palmer in seinem Buch treffend die Wertigkeit der Summe aller klimaschutzrelevanten Entscheidungen der Bürgerinnen und Bürger Tübingens. Der Altgrüne und Ex-Außenminister Joschka Fischer spricht in seinem Vorwort zu Palmers Buch von drei Binsenweisheiten bei der Umsetzung kommunaler Klimaschutzmaßnahmen in Tübingen: Global denken, lokal handeln! Kleinvieh macht auch Mist! Die beste Oppositionspolitik ist diejenige, die man als Regierung umsetzen kann. Eine sehr treffende Beschreibung der Politik des grünen Realos Boris Palmer, der das große Ziel des globalen Klimaschutzes vor Augen hat und ganz viele kleine Schritte zur Erreichung dieses Ziels auf lokaler Ebene macht.

Die Schriesheimer Bürgerinnen und Bürger haben die Gelegenheit, die Ideen des Tübinger Oberbürgermeisters zum Thema „Lokaler Klimaschutz“ aus erster Hand zu erfahren. Im Rahmen der Klimaschutzkampagne der Schriesheimer Grünen „Klima sucht Schutz in Schriesheim“ liest Boris Palmer aus seinem Buch „Tübingen macht blau“. Anschließend bietet sich die Gelegenheit, mit Boris Palmer und unserem Landtagsabgeordneten Uli Sckerl zu diskutieren. Palmers Buch kann bei der Veranstaltung käuflich erworben und von Boris Palmer signiert werden.


Für die Grüne Liste Schriesheim

Fadime Tuncer und Wolfgang Fremgen

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