MTB 13. Oktober 2010 Grüne Liste Schriesheim
Ein Denkmal für Helmut Fath
Von Dr. Barbara Schenk-Zitsch
Überwältigender Andrang am Sonntag in Ursenbach: der legendäre Wegbereiter des Seitenwagenrennsports und Ehrenbürger von Ursenbach wurde in seinem Heimatort mit einem Denkmal geehrt.
Verdient hat der sympathische und viel zu früh verstorbene Helmut Fath diese weitere späte Anerkennung seiner herausragenden Leistungen allemal. Ich kenne ihn noch aus meiner Jugendzeit, bin sozusagen ein Zeitzeuge seiner Karriere. Mein Vater nahm uns Kinder oft mit nach Hockenheim, wenn Helmut Fath mit seinem Seitenwagenpartner auf seiner Eigenkonstruktion, der URS, seine Rennen fuhr. Er war ein guter Freund meines Vaters und nicht selten schaute er mit meinen Brüdern und mir in Ursenbach vorbei, um mal wieder zu sehen, “was der Helmut so macht“. Und er „machte“ immer das Gleiche: „Basteln“ an seinen Motoren war für ihn Beruf und Berufung zugleich. Ich staunte -ein typisches Mädchen!- über seine Leidenschaft für diese Materie, die viel zu lauten Motorradgeräusche, die Gerüche von Benzin und Motorölen- das war und ist so gar nicht meine Welt.
Interessant war es aber bei ihm in Ursenbach immer, besonders wenn wir den Besuch in der urigen Wirtschaft seiner Eltern noch mit Leberwurstbrot oder was gerade vorrätig war abrundeten.
Helmut Fath war ein unglaublich fleißiger und hilfsbereiter Mann, der für die meisten einfach „der Helmut“ war, auf den man sich verlassen konnte. Oftmals waren wir nicht die einzigen Besucher: viele Motorradfahrer holten sich seinen kompetenten Rat und auf seine tatkräftige Hilfe konnte jeder bauen. Er war ein charismatischer Mensch. Seine Natürlichkeit, seine Bescheidenheit, seine ungekünstelte Freundlichkeit gegenüber jedermann wird mir immer in Erinnerung bleiben. Ein Denkmal für sich- ich glaube fast, es wäre ihm zu Lebzeiten irgendwie peinlich gewesen.










































