MTB 8. Dezember 2010 Grüne Liste Schriesheim
Karla Schefter ist nach Afghanistan zurückgekehrt: Das Hospital läuft mit voller Kraft
Von Dr. Barbara Schenk-Zitsch
„Die Not leidenden Menschen in Afghanistan finden seit 1989 Hilfe im Chak-e-Wardak Hospital. Mehr als 86.000 Patienten, davon etwa 70% Frauen und Kinder, sind es inzwischen im Jahr. Noch immer ist das Land nach über 30 Jahren Kriegswirren vielfach zerstört, es fehlt hauptsächlich auf dem Lande an allem. Das Hospital ist auch aus diesem Grunde sehr wichtig.
Bitte unterstützen Sie meine Arbeit für die Menschen in Afghanistan. Bereits mit kleinen Beträgen kann man viel bewirken. Ihre Spende kommt den Bedürftigen auf dem direkten Wege zu. Mit ganz herzlichem Dank für Ihre Hilfe.“
Zur Erinnerung :
Karla Schefter war schon zweimal auf Einladung der GRÜNEN LISTE in Schriesheim zu Gast und berichtete über ihre Arbeit in Afghanistan. Sie wurde vielfach für ihr humanitäres Engagement ausgezeichnet; 1993 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande , 2001 mit dem „Charity-Bambi“, 2004 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und 2007 mit der Ehrennadel der Stadt Dortmund.
Frau Schefter war, bevor sie nach Afghanistan ging, 18 Jahre als leitende OP-Schwester in den städtischen Kliniken der Stadt Dortmund tätig. Ihr einzigartiges, nunmehr schon fast 20jähriges humanitäres Wirken in Afghanistan, der Aufbau und die Leitung eines der besten Krankenhäuser Afghanistans im ländlichen Raum unter schwierigsten Bedingungen, fand mit dieser Auszeichnung eine weitere Würdigung.
Karla Schefter schreibt im neuen Informationsbrief:
„Viel Not und unvorstellbar viel Elend begegnet den Menschen in Afghanistan tagtäglich. Zerstörungen von dem wenigen Hab und Gut, nächtliche Hubschrauberflüge mit Tötungen und „Entführungen“. Überfälle und Beschuss auf den Verkehrsstraßen, Willkür, Epidemien, Krankheiten, Verletzungen, Hunger, Verlust von Familienmitgliedern. Und dennoch. Das Leben geht weiter: Es wird neues Leben gezeugt und geboren, ins Erwachsenenleben eingeführt, es wird geheiratet, gestorben und getrauert. In diesem Umfeld ist unser treues Hospitalpersonal mehr als gefordert. Wer viel Elend sieht, muss seelisch stabil sein. Diese Stabilität nährt unser Team vor Ort aus Zuneigung, Zuwendung, Vretrauen und dem Wissen um die Hilfe aus Deutschland. Über allem aber entsteht Stabilität aus der Erfahrung mit der praktizierten afghanischen Lebensphilosophie: Das Leben geht weiter, was immer auch geschieht.“
Ihre Spende hilft
Das Hospital wird, abgesehen von gelegentlichen zweckgebundenen Zuwendungen anderer Organisationen und Behörden, ausschließlich privat finanziert. Ein Beispiel, was Spenden oder Patenschaften bewirken können. Mit 50 Cent pro Tag, also € 180 im Jahr kann das Hospital:
- Die Verpflegung von ca. 80 Patienten für einen Tag finanzieren.
- Rund ein Monatsgehalt für einen Arzt bezahlen.
- Etwa das Gehalt einer Krankenschwester für zwei Monate sicherstellen.
Spendenkonto:
C.P.H.A. e.V. Kontonummer 181 000 090 , Sparkasse Dortmund, BLZ 440 501 99
Internet : www.chak-hospital.org










































