MTB 07. Oktober 2009 Grüne Liste Schriesheim
15. Kulturherbst der GRÜNEN LISTE - Arnulf Rating kommt am 17. Oktober
„Aufwärts“ mit Schweinegrippe, Politik und verspäteten Zügen
Was ist das nur für eine Welt, in der sich „Porsche nicht mal mehr einen VW leisten kann“ und „die Chinesen uns die Kühe leer trinken“? Arnulf Rating ist von Beginn an in seinem brandneuen Programm voll da.
Drei Figuren , wie sie gegensätzlicher nicht sein können, verkörpert Rating mit guerillataktischem Perspektivenwechsel: Den polarisierenden, ätzenden und bisweilen außerordentlich zynischen die Volks- und Weltenseele sezierenden Kabarettisten, den PR-geschulten Schönschwätzer und Blender, der sich von Geburt an ans System angepasst hat („Geiz ist geil“) und schließlich den gelassen-resignierten Freund, der zu uns ganz vertraulich auf Augenhöhe zu reden scheint. Das Perfide daran: alle drei verstehen es, engmaschige Logiknetze aus sicher verzahnten Kausalsträngen zu knüpfen.
Rating bietet kein Antworten- sondern Anforderungskabarett. Wem kann man trauen in einer zwitterschnellen Internet-Vollinformationswelt, in der korrupte Politiker Papiere „Gegen die Gier von Managern“ verfassen, unser Wirtschaftsminister „Gesetze zur Kontrolle von Banken“ von einer Bank-nahen Kanzlei verfassen lässt, und wo wider
„tonnenweisen Zeitungsartikeln, Spezialgesetzen und Rasterfahndung“ jetzt erst ans Licht kommt, dass bei der Ermordung des Generalbundesanwaltes Buback die falschen Leute einsaßen, während den Tätern nicht einmal der Prozess gemacht wurde?
Rating bietet verschiedene Perspektiven auf der Weltbefindlichkeitslandkarte mit ihren Brandherden Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit, marodem Gesundheitssystem, Fünf-Parteien-Staat und Demokratie geschützen Ausbeutungssystemen. Die Frage „sind wir eine aufgeklärte Informationsgesellschaft oder eine abgeklärte Desinformationsgesellschaft“ muss jeder selbst beantworten. So bleibt dem Einen das Lachen im Halse stecken, wo sich der Andere vergnügt auf die Schenkel klopft. Zu welcher Kategorie zählen Sie?
Dr. Barbara Schenk-Zitsch
(Zusammengestellt aus den Kieler Nachrichten)









































