
- Dr. Barbara Schenk-Zitsch
MTB 6. April 2011 Grüne Liste Schriesheim
"Tag der älteren Generation"
Von Dr. Barbara Schenk-Zitsch
Jedes Jahr am ersten Mittwoch im April ist der „internationale Aktionstag der älteren Generation“, der Mitmenschen auf die Situation und die Belange der älteren Generation aufmerksam machen soll. In Deutschland wurde dieser tag 1968 durch die Kasseler Lebensabendbewegung (LAB) ins Leben gerufen.
Es gibt verschiedene Vorstellungen, ab wann eine Gruppe von Menschen zu den Senioren gehört. Am häufigsten werden in Deutschland 50,55 oder 60 Jahre als Altersgrenze genannt. Typisch für die Mehrheit der Senioren im engeren Wortsinn ist der in Kürze bevorstehende oder bereits vollzogene teils gleitende, teils abrupte Rückzug aus dem Erwerbsleben.
Als unter Bismarck 1889 die gesetzliche Rentenversicherung in Kraft trat, kamen auf einen Rentner 7 Erwerbstätige. Heute kommen auf einen Rentner etwa 2,5 Erwerbstätige. Bereits ab 2040 wird sich das Verhältnis von einem Rentner zu 1,4 Erwerbstätigen weiter verschlechtern.
Aufgrund des demographischen Wandels ist mit erheblichen Auswirkungen auf die Rentenversicherung und das Gesundheitswesen zu rechnen. Dennoch bietet die höhere Lebenserwartung der Bevölkerung und die steigende Anzahl älterer Menschen auch für die Wirtschaft neue Chancen: Denn wenn die Menschen länger leben, geben sie auch mehr Geld aus, steigern die Nachfrage nach neuen Dienstleistungen- insbesondere auf dem Gesundheits- und Freizeitsektor. Auch kann die Wirtschaft von der Herstellung seniorengerechter Produkte profitieren.
Viele ältere Menschen sind im Vergleich zu früher noch lange in einer guten geistigen und körperlichen Verfassung, begreifen das Alter als Chance und bringen ihre Zeit, Energie und Kreativität ehrenamtlich in Vereinen, der Jugend- und Seniorenarbeit ein. Beispielhaft agiert in Schriesheim der „Arbeitskreis Schriesheimer Senioren“ (ASS).Der Verein leistet wertvolle Arbeit für die Stadt: Er hilft Senioren, unterstützt Kinder und Jugendliche, engagiert sich direkt für die Stadt, leistet seinen Beitrag zur altengerechten Stadt und steigert durch Öffentlichkeitsarbeit seinen Bekanntheitsgrad. So entstehen viele Berührungs- und Anknüpfungspunkte mit der “Arbeitsgruppe Barrierefreiheit der Grünen Liste“, die sich bemüht, mobilitätsbehinderten Menschen (momentan 30% der deutschen Bevölkerung mit steigender Tendenz) den Alltag im Straßenverkehr zu erleichtern.
Von Seiten des Landes und der Stadt werden bereits viele Anstrengungen unternommen, um eine uneingeschränkte und barrierefreie Mobilität durch bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen zu ermöglichen. Auf der Straße sind allerdings vor allem die Verkehrsteilnehmer gefordert: Eine wichtige, einfache und kostenlose Art, die ein größeres Maß an Barrierefreiheit ermöglicht, ist eine Kultur der Rücksichtnahme zu etablieren.
Akzeptanz und Geduld für Senioren, die nicht mehr so schnell und wendig wie andere Menschen sind, sollten selbstverständlich sein- behandeln wir sie einfach so, wie wir als Betagte auch behandelt werden möchten. „Sei selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“(Mahatma Gandhi)
Literatur: DVR-Pressemeldung 20.01.2011, BWGZ 5/2010, Wikipedia









































