MTB 04. August 2010 Bündnis 90/Die Grünen
Landtagswahlen am 27. März 2011 – Das CDU-Stammland kippt Richtung Rot-Grün!
Von Wolfgang Fremgen
Am 27. März 2011 wird in Baden-Württemberg der neue Landtag gewählt. Bei der Wahl 2006 hatte die CDU 44,2 Prozent der Stimmen geholt und die absolute Mehrheit der Mandate um einen Sitz verfehlt. Die FDP kam seinerzeit auf 10,7 Prozent. Die SPD holte 25,2 Prozent und kam damit auf ihr zweitschlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl. Die Grünen erhielten 11,7 Prozent.
20 Prozent für die Grünen - Es wird spannend!
Rot-Grün kann laut einer aktuellen Wahlumfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest in Baden-Württemberg erstmals bei einer Landtagswahl überraschend mit mehr Stimmen rechnen als Schwarz-Gelb. Demnach erreichen die Sozialdemokraten bei der Sonntagsfrage 25 Prozent der Stimmen. Die Grünen kommen auf 20 Prozent. Die CDU erreicht in der Umfrage 37 Prozent, die mitregierende FDP 7 Prozent. Die Linkspartei käme mit fünf Prozent zum ersten Mal in den Landtag.
Immer mehr Menschen vertrauen einem grünen Politikangebot
Der Grünen-Landesvorsitzende Chris Kühn sieht Schwarz-Gelb im Sturzflug und Rot-Grün im Aufwind. „Es besteht bei der Landtagswahl eine wirkliche Chance auf einen echten Politikwechsel im Land.“ Zugleich betonte er: „Wir werden jetzt auf keinen Fall übermütig. Am Umfrageergebnis wird deutlich, dass uns Grünen immer mehr Menschen im Land die Lösung wichtiger Zukunftsfragen zutrauen, etwa eine bessere und gerechtere Bildungspolitik, eine ökologische Modernisierung der Wirtschaft oder konsequenten Klimaschutz und eine wirkliche Energiewende. Das tolle Umfrageergebnis gibt uns Rückenwind für den Wahlkampf und motiviert uns, alles zu geben, um möglichst viele Menschen von unseren grünen Ideen für ein neues, ökologisches, soziales und weltoffenes Baden-Württemberg zu überzeugen.“
66 Prozent der baden-württembergischen Bevölkerung sind gegen längere AKW-Laufzeiten
Das bestätigt uns Grüne in unserem Einsatz für die Beibehaltung des Atomausstiegs. Und es zeigt, dass CDU-Ministerpräsident Mappus mit seinem Kampf für Laufzeitverlängerungen um 15 Jahre oder länger weitgehend isoliert dasteht. Die Menschen im Land wollen eine konsequente Energiewende anstatt der Hochrisikotechnologie Atomkraft. Und die gibt es nur mit starken Grünen.
Chance auf einen echten Politikwechsel im Land
Sollte aus diesem historischen Umfrageergebnis ein reales Wahlergebnis im kommenden Jahr werden, ist ein echter Politikwechsel im Lande möglich. Längeres gemeinsames Lernen der Schulkinder, eine ökologische Modernisierung der Wirtschaft im Lande, insbesondere des Automobil- und Maschinenbaus, ein flächendeckender Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs anstatt des milliardenschweren Prestigeobjekts „Stuttgart 21“, ein stärkeres finanzielles Engagement des Landes bei der Kleinkindbetreuung der Kommunen und eine konsequente Fortsetzung der Energiewende und Maßnahmen des Klimaschutzes stellen eine echte Alternative zur jetzigen Regierungspolitik in Baden-Württemberg dar.










































