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Wolfgang Fremgen
Wolfgang Fremgen

MTB 3. August 2011 Bündnis 90/Die Grünen

Grün-rote Bildungspolitik in Baden-Württemberg: Jedem Kind die größtmögliche Förderung

Von Wolfgang Fremgen

Die grün-rote Landesregierung unter Ministerpräsident Kretschmann ist gerade dabei, ihr bildungspolitisches Konzept umzusetzen. Dabei hinterließen ihr fast 60 Jahre CDU-geführte Landesregierungen mit dem dreigliedrigen Schulsystem ein hochgradig sozial ungerechtes Bildungssystem mit zu vielen Bildungsverlierern.

Welchen bildungspolitischen Status hinterließ Schwarz-Gelb?

Die Bildungspolitik in Baden-Württemberg war jahrelang gekennzeichnet von einer starken Abhängigkeit des Bildungserfolgs vom Geldbeutel der Eltern. Hinzu kamen der Ausfall von 1,6 Millionen Schulstunden im Schuljahr, einem Schulsterben im ländlichen Raum, die Einführung der Mogelpackung Werkrealschule sowie die Einführung von G8  als Turbo-Gymnasium auf dem Rücken der Kinder.

Welches bildungspolitische Konzept verfolgt die grün-rote Landesregierung?

Schaut man sich im grün-roten Koalitionsvertrag die Passagen zur Bildungspolitik an, so stellt man fest, dass es sich bei den Plänen von GRÜNEN und SPD um ein „Konzept aus einem Guss“ handelt. Im Mittelpunkt steht  die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes von der Kindertagesstätte bis zur Universität und zwar unabhängig vom Geldbeutel oder der Herkunft seiner Eltern. Deshalb werden auch die sozial ungerechten Studiengebühren mit dem Sommersemester 2012 in Baden-Württemberg abgeschafft.

  • Mehr Förderung frühkindlicher Bildung

    Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren wird ohne Wenn und Aber umgesetzt. Alle Eltern, die einen Krippenplatz für ihr Kind haben wollen, erhalten diesen spätestens im Jahr 2013. Auch die Ganztagsplätze bauen wir im ganzen Land aus. Kindertagesstätten und Kindergärten erhalten schrittweise mehr Personal.

  • Bestmögliche individuelle Förderung eines jeden Kinds durch Gemeinschaftsschulen

    Überall dort, wo Schulträger, LehrerInnen und Eltern das wollen, können künftig zehnjährige Gemeinschaftsschulen angeboten werden. Sie orientieren sich am erfolgreichen skandinavischen Schulmodell und stellen die individuelle Förderung ins Zentrum. Davon profitieren die schwächeren SchülerInnen ebenso wie die leistungsstarken. Und die Schule bleibt im Dorf.

  • Flächendeckender Ausbau von Ganztagsschulen und qualifizierte Beratung der Eltern

    Die grün-rote Landesregierung baut Ganztagsschulen flächendeckend aus. Damit Kinder in der Grundschule stressfrei lernen können, ersetzen wir die verbindliche Grundschulempfehlung durch eine qualifizierte Beratung der Eltern. Die Eltern entscheiden danach über die weiterführende Schule für ihr Kind.

  • Gymnasien können neben dem achtjährigen auch einen neunjährigen Zug anbieten

    Die zeitliche Belastung und der psychische Druck im achtjährigen Gymnasien sind hoch. Dort, wo es gewollt ist, können Gymnasien deshalb künftig einen acht- und einen neunjährigen Zug anbieten.

  • Zehntes Schuljahr für alle, Ausbau der Schulsozialarbeit und Wahlrecht für Eltern behinderter Kinder

    Grün-Rot wird allen Schülern an Haupt- und Werkrealschulen ein zehntes Schuljahr ermöglichen und zwar ohne Notenhürde nach der 9. Klasse. Die Schulsozialarbeit soll flächendeckend ausgebaut werden. Kinder mit Behinderung sollen gleichberechtigt an der Schule teilnehmen können. Deshalb erhalten die Eltern behinderter Kinder ein Wahlrecht: Sie sollen selbst entscheiden können, ob ihre Kinder eine Sonderschule oder eine Regelschule besuchen.

Bessere Bildung für alle ist der Schlüssel zu einer freien und selbstverantwortlichen Lebensgestaltung. Deshalb trägt die grün-rote Bildungspolitik auch zur Sicherung der materiellen Existenz aus eigener Kraft und der gesellschaftlichen Teilhabe bei.

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