MTB 2. März 2011 Grüne Liste Schriesheim
Mehr Sicherheit für Schüler
Von Dr. Barbara Schenk-Zitsch
Häufige „Beinahe-Unfälle“ von Schülern beim Queren der Max-Planckstrasse Kreuzung Kätchen-von-Heilbronn-Strasse durch schlechte Sichtverhältnisse infolge am Gehweg parkender Autos veranlassten eine Anwohnerin, sich für eine Verbesserung der Verkehrsituation der Schüler zu engagieren. Bei der Gefahrenstelle handelt es sich um die Verlängerung des von der Stadt zu einem Weg ausgebauten ehemaligen Trampelpfades am Kurpfalz Schulzentrum über die Max-Planck-Strasse.
Es erfolgte die erste Kontaktaufnahme mit dem Ordnungsamt und dem Vorschlag einen „Zebrastreifen“ zum Schutz der querenden Schüler anzubringen. Dieser Verbesserungsvorschlag wurde negativ beschieden. Das Ordnungsamt berief sich auf die „Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen“(R-Fu2001), nach denen in Tempo 30-Zonen Fußgängerüberwege entbehrlich seien. Die Begründung: Autofahrer müssen in Tempo 30-Zonen immer und überall mit unachtsam die Fahrbahn querenden Fußgängern rechnen. Die Einrichtung von Zebrastreifen wäre also kontraproduktiv, weil sie die stets erforderliche erhöhte Aufmerksamkeit der Autofahrer auf die Bereiche der Zebrastreifen begrenzen würde. (Allerdings sehen die geltenden Richtlinien auch Ausnahmen vor. So kann ein Zebrastreifen angebracht werden, wenn ein Mindestwert der Fußgängerverkehrsstärke vorliegt und/oder, wenn es sich um besonders schutzbedürftige Personen z.B. um Grundschulkinder und Schüler handelt.)
Aufgrund der anhaltenden Gefahrensituation musste aber trotz Ablehnung des Vorschlages durch das Ordnungsamt eine Lösung im Sinne der gefährdeten Schüler gefunden werden. Das Anliegen wurde für die nächste Verkehrstagfahrt am 1. Dezember 2010 vorgemerkt. Ziel war, auf jeden Fall eine sicherere Querung der Schüler zu erreichen, als Minimalziel war die Aufbringung von Pictogrammen mit dem Gefahrenzeichen „Kinder“ (VZ136) angedacht. (An den Verkehrstagfahrten nehmen Vertreter der Polizeidirektion Heidelberg, des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis (Strassenverkehrsamt) und der Stadt Schriesheim (Ordnungsamt) teil. Auch die Antragsteller werden geladen.)
Das Protokoll der Verkehrstagfahrt:
Gefahrensituationen für Schulkinder beim Queren der Max-Planckstrasse Kreuzung K.-v.-Heilbronn-Straße, Sachverhalt und Ergebnis: Von der Stadt Schriesheim wurde ein Trampelpfad zu einem begehbaren Weg ausgebaut. Dadurch erfolgt eine stärkere Frequentierung durch Schüler und eine Gefahrenquelle wurde durch den Ausbau des Weges eröffnet, da die Kinder auch hier die Strasse queren. In dem Bereich, in dem der Weg auf die Strasse trifft, muss ein Gehweg gequert werden und dann sind am Fahrbahnrand Parkplätze vorhanden. Die Kinder laufen zwischen den parkenden Autos durch und queren dann die Straße. Zwischen den parkenden Fahrzeugen sind die Kinder für den Fahrzeugführer nicht oder nur schwer erkennbar. Da die Gefahrensituation durch den Ausbau des Weges durch die Stadt Schriesheim erfolgt ist, hat die Stadt auch für Abhilfe zu schaffen. Da die Sichtverhältnisse auf die querenden Kinder aufgrund der parkenden Fahrzeuge nicht ausreichend sind, sind diese zu verbessern. Hierzu werden die 3 mittleren Parkplätze entfernt. Rechts und links der nun freien Fläche werden 2 Poller angebracht und zwischen diesen Absperrbügel, die versetzt angebracht werden, um diese Fläche freizuhalten und Radfahrer, die über den neu ausgebauten Weg kommen, abzubremsen. Hierdurch werden die Sichtverhältnisse verbessert und kreuzende Kinder und Radfahrer sind früher erkennbar.
Pflichtig: Stadt Schriesheim
Die Absperrbügel und Absperrposten wurden im Februar bereits aufgestellt.










































