MTB 01. September 2010 Bündnis 90/Die Grünen
Gentechnik auf dem Acker: Neue Pläne in Brüssel - was machen Berlin und Stuttgart?
Von Wolfgang Fremgen
Nachdem Ladenburg mit den Neubotzheimer Versuchsfeldern jahrelang als ein wichtiger Standort für Sortenversuche mit dem Monsanto-Genmais MON-810 in aller Munde und die Genmaisversuche Anlass für zahlreiche Protestaktionen waren, ist es seit dem bundesweiten Verbot für weitere Versuche mit dieser Genmaissorte im Jahr 2009 ruhiger geworden. Die Grünen wollen nun mit einer Veranstaltung in der Römerstadt deutlich machen, dass es aber überhaupt keine Ruhe um diese so genannte grüne Gentechnik gibt. Im Gegenteil: Hinter den Kulissen wird um neue Zulassungen gerungen. Die Blicke der weiterhin weit überwiegend genkritischen Bevölkerung richten sich dabei mehr denn je nach Europa, wo die EU-Kommission erhebliche Kompetenzen im Gentechnikrecht angesammelt hat und nun folgenreich davon Gebrauch machen will. Grund genug für die Grünen, eine aktuelle Bilanz deutscher und europäischer Politik mit der grünen Gentechnik zu ziehen und einen Ausblick zu wagen. Die Grünen haben sich dazu Prominenz eingeladen, so dass alle relevanten Entscheidungsebenen vertreten sind. Ihre Premiere in Ladenburg wird bei diesem Anlass die grüne Europaabgeordnete Franziska Brantner geben. Sie wurde 2009 als grüne Kandidatin für die Metropolregion ins EU-Parlament gewählt und hat sich dort rasch einen Namen gemacht.
Vom „Kuhhandel“ spricht Franziska Brantner, wenn in der Europäischen Union die Rede auf die jüngsten Entwicklungen der so genannten grünen Gentechnik kommt. Was das genau bedeutet, wenn die Europäische Kommission den Mitgliedstaaten mehr Autonomie beim Verbot des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen gibt, wird die Abgeordnete in Ladenburg erläutern. Brantner, der Landtagsabgeordnete Uli Sckerl und der Sprecher der Bürgerinitiative gegen den Genmaisanbau in der Kurpfalz "BürGenLand", der neue Ladenburger Stadtrat Alexander Spangenberg, werden einen aktuellen Überblick über die Vorhaben von Politik und Industrie mit der grünen Gentechnik in der EU, im Bund und Land geben. Thema wird auch die Genkartoffel „Amflora“ sein, die von der BASF entwickelt wurde und seit dem Frühjahr in Deutschland angepflanzt werden darf, sowie der „gefährliche Pakt“ des Chemiekonzerns aus Ludwigshafen mit dem Gentechnik-Multi Monsanto zur Entwicklung von genmanipuliertem Weizen. Die Ladenburger und die Grünen des Kreisverbands Neckar-Bergstraße laden gemeinsam zu dieser Informationsveranstaltung am Freitag, 3. September, um 20.00 Uhr in den Ladenburger Kleinen Domhofsaal ein (Rathaus, Hauptstraße 7-9).
Für die Schriesheimer Grünen
Wolfgang Fremgen
„Gentechnik auf dem Acker: Neue Pläne in Brüssel - was machen Berlin und Stuttgart?“
Eine Infoveranstaltung der Ladenburger Grünen sowie der Grünen Neckar-Bergstraße mit der Europaabgeordneten Franziska Brantner, dem Landtagsabgeordneten Uli Sckerl und der Sprecher der Bürgerinitiative gegen den Genmaisanbau in der Kurpfalz "BürGenLand", dem Ladenburger Stadtrat Alexander Spangenberg am Freitag, 3. September, um 20.00 Uhr im Ladenburger Kleinen Domhofsaal (Rathaus, Hauptstraße 7-9).










































