Atom-Wahlkampf der CDU:
Wir sind bereit: Alles spricht gegen Atomkraft
„Wenn die CDU einen Atom-Wahlkampf machen möchte, dann kann uns das nur recht sein. Denn die Fakten sprechen eine klare Sprache: Atomkraft ist brandgefährlich, sie ist teuer und sie blockiert die Energieversorgung der Zukunft“, kommentierte der Grünen-Landesvorsitzende Daniel Mouratidis die Ankündigung von Umweltministerin Gönner, mit dem Thema Atomkraft in den Bundestagswahlkampf ziehen zu wollen. Außerdem stelle sich die Union mit ihrer Forderung nach einem Ausstieg aus dem Atomausstieg gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger: „Die schwarz-gelben Atomlobbyisten müssen endlich einsehen, dass eine Mehrheit der Deutschen keine längere Laufzeiten für Atomkraftwerke möchte.“
Atomkraft sei eine Hochriskotechnologie, die letztlich nie ganz beherrschbar sei, machte Mouratidis deutlich: „Neckarwestheim I und andere ältere Meiler haben im Laufe ihrer Betriebszeit jeweils über 400 Störfälle zu verzeichnen. Das zeigt: Es ist eine Farce, wenn CDU und FDP ständig die Sicherheit der deutschen Atomkraftwerke in den höchsten Tönen preisen. Die sieben ältesten Reaktoren müssen deshalb schnellstmöglich vom Netz genommen werden.“ Ein Problem, das die Union auch gerne ausblende, sei die Tatsche, dass es immer noch kein Endlager für Atommüll gebe. „Die Südwest-CDU agiert nach dem Sankt-Florian-Prinzip. Einerseits fordert sie längere AKW-Laufzeiten, andererseits lehnt sie jegliche Endlagersuche in Süddeutschland ab. Das ist völlig inakzeptabel.“
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