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Gisela Reinhard
Gisela Reinhard

PM 12. März 2012

Grüne Liste fordert die Einstellung eines Schulsozialarbeiters

Stadträtin Gisela Reinhard von der Grünen Liste Schriesheim stellt im Auftrag ihrer Fraktion in der Gemeinderatssitzung vom 28. März 2012 den Antrag auf Einstellung eines Schulsozialarbeiters.


Dokumente und Presseberichterstattung:


Der Antrag im Gemeinderat lautet wie folgt:

 

Der Gemeinderat möge beschließen:

Die Stadt Schriesheim besetzt zum schnellstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer Schulsozialarbeiterin / eines Schulsozialarbeiters.

Begründung:

  • Schriesheim ist Schulstadt. Unsere drei Grundschulen, Werkrealschule, Realschule und Gymnasium sind wichtige Standortfaktoren, die es nachhaltig weiter zu entwickeln gilt.
  • Schule ist nicht nur Lernort, sie ist auch zum Lebensort für Kinder und Jugendliche geworden. In Kooperation mit den Schulen trägt Schulsozialarbeit zu einem in sich stimmigen Gesamtsystem von Bildung, Erziehung und Betreuung bei.

  • Schulsozialarbeit als integraler Bestandteil im Alltagsleben an den Schulen ist ein kommunales Unterstützungssystem mit hoher Akzeptanz bei Eltern, Lehrern und Schülern. Sie richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen, soll zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement anregen und hinführen.

  • Mit dem differenzierten Instrumentarium der Schulsozialarbeit, die auch Eltern erreicht und einbindet, können soziale Benachteiligungen ausgeglichen und individuelle Problemlagen besser bewältigt werden. Schulsozialarbeit leistet so einen Beitrag zur Stabilisierung des Schulerfolgs und zur gesellschaftlichen Integration.

  • Zum Kern professioneller Schulsozialarbeit zählen folgende Arbeitsfelder:

    • Individuelle Beratung und Hilfen für Schüler und Schülerinnen in Einzelfällen, sozialpädagogische Gruppenarbeit und Projekte, Krisen- und Konfliktmanagement, Sucht- und Gewaltprävention.
    • Elternarbeit, Begleitung des Übergangs Schule-Arbeitswelt, Beratung von Lehrkräften, Schulentwicklung und Innovation, Kooperation mit Institutionen und Einrichtungen, Vernetzung mit anderen Jugendhilfe-Maßnahmen in der Kommune.

  • Die Aufgabenfelder der offenen Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit sind so vielfältig, dass sie nicht von einer einzigen Person abgedeckt werden können. Deshalb ist in Ergänzung zu der seit Februar wieder besetzten Stelle des Jugendsozialarbeiters die professionelle Schulsozialarbeit aufzubauen.

  • Die Landesregierung wird die Schulsozialarbeit künftig aus Landesmitteln mitfinanzieren. Auch neue Stellen werden vom Land mit einem festen Betrag von 16.700 Euro/Jahr bezuschusst. Über den Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KJVS) sollen die Mittel in einem einfachen Verfahren an die Träger der Schulsozialarbeit ausbezahlt werden. Über den Kreis erhält die Kommune außerdem einen kleineren Zuschussbetrag aus einem zunächst bis 2013 befristeten Bundesprogramm.

Die Stadt Schriesheim kann mit der Stärkung ihrer Schulen an Attraktivität gewinnen.

Für die Fraktion der Grünen Liste:

Gisela Reinhard, Stadträtin

 

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